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Flughafen Frankfurt trotzt der Hitze

In den Terminals stehen Wasserspender zur Erfrischung bereit.
In den Terminals stehen Wasserspender zur Erfrischung bereit.

Hoch Helmut brachte Hessen tagelang Temperaturen von bis zu 37 Grad – und ein Ende der Hitze ist nicht in Sicht. Bei anhaltender Sonne leisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt Schwerstarbeit für einen reibungslosen Flugbetrieb. Besonders herausfordernd ist die Hitze bei den ohnehin körperlich anstrengenden Arbeiten auf dem Vorfeld. Dort gibt es wenig Schatten und weil der Beton die Wärme reflektiert, erreichen die Temperaturen bis zu 60 Grad. Bei der Flugzeugabfertigung tragen die Beschäftigten zudem Sicherheitskleidung wie lange Hosen, Handschuhe und festes Schuhwerk. Damit Reisende gut in ihren Sommerurlaub starten können, verladen zum Beispiel etwa 800 Beschäftigte im Früh- und Spätdienst das Reisegepäck – in diesem Sommer durchschnittlich 103.000 Gepäckstücke pro Tag.

Damit sie bei der schweißtreibenden Arbeit genug trinken, versorgen sechs mobile Getränkewagen die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste mit Wasser, Limonade oder gekühltem Multivitaminsaft sowie Tee und warmer Bouillon, um den Salzverlust auszugleichen. Zwischen 6:30 und 21:30 Uhr fahren sie feste Touren ab und teilen durchschnittlich 890 Liter aus. An Spitzentagen sind es bis zu 1.185 Liter. In diesem Jahr wurden bis Juli insgesamt bereits über 211.500 Liter Getränke ausgeschenkt, das sind mehr als 1.400 Badewannen. Hinzu kommen seit Mitte April schon circa 20.000 Wasserkisten, die an die Dienststellen geliefert wurden. In vielen Dienststellen gibt es zusätzlich Eistruhen, an denen sich die Mitarbeiter bedienen können. Außerdem stellt Fraport an heißen Tagen Sonnencreme zur Verfügung, Personen mit Fahrtätigkeit erhalten Sonnenbrillen zum Schutz vor starker Sonneneinstrahlung.

Besondere Herausforderungen ergeben sich nicht nur rund um die Flugzeugabfertigung auf dem Vorfeld, sondern auch bei der Bewässerung der Grünanlagen am Flughafen Frankfurt. Die extreme Trockenheit durch ausbleibenden Regen und der schnell austrocknende Sandboden auf dem Flughafengelände machen es erforderlich, kontinuierlich zu bewässern. Seit Anfang Juni kümmern sich Fraport-Beschäftigte intensiv um die Grünanlagen und Bäume am Airport und die Rasenflächen im Start- und Landebahnensystem. Bisher wurden dabei schon rund 8,7 Millionen Liter Wasser vergossen. Umgerechnet auf die Tagesmenge sind das circa 200.000 Liter – mehr als 1.300 Badewannen. Die Mitarbeiter sind bis zu sechs Tage die Woche acht Stunden pro Tag im Einsatz. In der heißesten Phase aktuell vergießen sie in Tag- und Nachtschichten sogar etwa 400.000 Liter Wasser pro Tag, um die Grünflächen trotz der Hitze zu erhalten.

Am größten Luftverkehrsdrehkreuz Deutschlands bedeutet die Hitze auch für die Fluggäste zusätzliche Anstrengungen. Deshalb sorgt Flughafenbetreiber Fraport dafür, dass Passagiere auch nach den Sicherheitskontrollen mit ausreichend Wasser versorgt sind. Die Duty-free- und Travel Value-Shops in den Abflugbereichen bieten einen halben Liter stilles Wasser schon für einen Euro an. Zudem können sich Fluggäste an über 30 Trinkbrunnen mit kostenlosem Trinkwasser erfrischen. An einigen Standorten ermöglichen Flaschenfüllstationen, mitgebrachte leere Flaschen einfach wieder aufzufüllen.

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