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Neue Asphaltdecke für Startbahn 18 West am Airport Frankfurt

So sahen die Instandhaltungsarbeiten der Südbahn im letzten Jahr aus
So sahen die Instandhaltungsarbeiten der Südbahn im letzten Jahr aus

FRA/dh - An insgesamt fünf Tagen wird auf der Startbahn 18 West die Asphalt-Deck- und Binderschicht ausgetauscht. Der Austausch der 14 Zentimeter dicken Asphaltoberfläche ist, wie auf stark befahrenen Autobahnen auch, turnusmäßig aufgrund von Abnutzung und witterungsbedingter Beschädigungen notwendig. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Startbahn 18 während der Instandhaltungsmaßnahme in der Zeit vom 22. bis 24. Mai nur eingeschränkt nutzbar, das heißt, die Piste steht in dieser Zeit nur für sogenannte „Intersection Take-offs“ zur Verfügung.

Starts sind dann wegen der um 1.250 Meter verkürzten Piste nur von zweistrahligen Luftfahrzeugen ab dem Taxiweg „S“ möglich. Am 25. und 26. Mai ist die Bahn voll gesperrt. Die Startbahn 18 steht planmäßig wieder ab dem 27. Mai, 5 Uhr zur Verfügung.

Die Maßnahme stellt eine herausfordernde ingenieur-technische Aufgabe dar: Insgesamt werden in fünf Tagen rund 44.000 Quadratmeter der Oberfläche erneuert, das entspricht in etwa der Größe von fünf Fußballfeldern. Rund 30.000 Tonnen Asphalt, so viel wie etwa 21.500 VW-Golf wiegen, werden im Zuge der Maßnahme bewegt. Auf der Baustelle werden rund 100 Personen im Mehrschichtbetrieb tätig sein. Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme wird zudem die gesamte Befeuerung - rund 600 Ober- und Unterflurleuchten - der Startbahn 18 West gegen stromsparende und langlebige LED-Leuchten ausgetauscht. Erstmalig in Deutschland kommen sechs hochmoderne Großfräsen zum Einsatz. Für das Abfräsen der Asphaltschichten arbeiten diese Maschinen mit einer neuen 3D-Steuerungstechnik mit GPS-unterstützer Positionsbestimmung ohne den Einsatz von optischen Vermessungsgeräten. Dadurch können selbst kleinste Unebenheiten mit hoher Genauigkeit abgefräst werden.

Ein solch anspruchsvolles Projekt bedarf einer intensiven und langfristigen Vorbereitung. So wurde bereits bei der saisonalen Vorplanung das Vorhaben entsprechend berücksichtigt und ein Zeitraum identifiziert, in dem das Flugaufkommen niedriger als in den vorherigen und nachfolgenden Wochen des Sommerflugplans ist. Gemeinsam mit den Airlines, zuständigen Behörden sowie der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) wurden der Flugplan und die operationellen Abläufe intensiv für diese Phase vorgeplant. Trotz der intensiven Vorausplanung kann die geänderte Bahnnutzung während der Instandhaltungsmaßnahme auch zu Verspätungen im Flugbetrieb und vereinzelten Flugstreichungen führen. Fluggäste werden daher gebeten, sich vor der Anreise auf den Onlineportalen des Flughafens oder der entsprechenden Airline über den Status des Flugs zu informieren und entsprechend mehr Zeit einzuplanen.

Für die Dauer der Instandhaltungsmaßnahme wird Fraport eine Aussetzung der Lärmpausen beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) beantragen, da für die Umsetzung der Lärmpausen die volle Verfügbarkeit der vorhandenen Pisten Voraussetzung ist.

 
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